4. Dezember: gemeinsam und solidarisch !


Pressespiegel/ Rückblick:

Nach der lauten, kreativen und großen Demo wollen wir uns anschauen, was andere sagen, schreiben und zeigen:
Fotos gibt es bei DissentImages und der hannoverschen Allgemeinen
Videos bei Weser Kurier Online, Radio Bremen, und von DIE LINKE Bremenauf YouTube
Im Weser Kurier und in der Taz Nord sind Artikel erschienen:


weitere Artikel
Kreiszeitung
Junge Welt




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Am 4. Dezember wollen Studierende der Bremer Hochschulen, Schüler*innen und Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen der Universität Bremen gemeinsam auf die Straße gehen. Ziel des Protests sind die miesen Lern- und Lebensbedingungen in den Schulen und Hochschulen. Bildung ist unsere gemeinsame Angelegenheit!

Wir treffen uns um 11Uhr am Hauptbahnhof , vor dem Überseemuseum

Unterstützt wird die Aktion unter anderem von
- Aktionsbündnis Universität Bremen
- Allgemeiner Studierenden Ausschuss Universität Bremen
- Gesamt Schüler*innen Vertretung (GSV)
- Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Bremen
- Studierenden der Hochschule Bremen



Aus unserem Aufruf:


Klassenräume überfüllt? Zu wenige Lehrkräfte? Zu viele Hausaufgaben? Und sowieso ist Schule irgendwie ein graues Haus, in das wir getrieben werden?
Vorstandsmitglieder der Gesamt Schüler*innen Vertretung (GSV), das Aktionsbündnis Universität Bremen und viele weitere Studierende und Schüler*innen rufen euch auf:

Kommt mit auf die Straße!

Die meisten Schüler*innen haben keine Lust darauf, weiter in die Schule zu gehen. Das einzige was uns lockt, ist die Aussicht dann endlich den Abschluss zu haben, damit wir Geld verdienen oder studieren können. Das liegt zum einen an einer schlechten Atmosphäre – zwischen gehetzten Lehrer*innen und frontal unterrichteten Schüler*innen kann man nicht lernen – zum anderen liegt das daran, dass wir in der Schule nicht lernen sollen, wie wir das Leben meistern, sondern, wie wir Arbeit meistern. Am 4. Dezember wollen wir gegen die aktuelle, durch Kürzungen entstandene Unterfinanzierung in den staatlichen Bildungseinrichtungen und für Mitbestimmung in Schulen und Hochschulen auf die Straße gehen. Zusammen wollen wir (Studierende und Schüler*innen) mehr Freiräume in der staatlichen Bildung erkämpfen und mehr Geld im Bildungs- und Wissenschaftsetat fordern.
Wir werden zeigen, dass die Kürzungen an Schule und Hochschule systemisch gewollt –und nicht etwa ein „Versehen“ sind.

Weltweit ist zu beobachten, daß die Gelder für Schulen und Hochschulen maßiv gekürzt werden, während deutsche Banken gerettet werden. Die Staaten, die Inhalt und Art des schulischen Lernens bestimmen, haben scheinbar festgestellt, was ihnen mehr und was ihnen weniger wichtig ist.
Es scheint nicht wichtig zu sein, Menschen ein gutes Leben ermöglichen zu können. Scheinbar sind die Staaten dieser Welt vor allem daran intereßiert, möglichst vielen Menschen Mathematik und Englisch, Computertechnik und Maschinenbau angedeihen zu laßen, denn die Staaten wollen in der internationalen, wirtschaftlichen Konkurrenz die Nase vorn haben. Bürger, die womöglich noch danach fragen, was sie selbst eigentlich davon haben, wenn es Deutschland wieder wirtschaftlich beßer geht, sind unerwünscht. Aus der Schule sollen vielmehr solche kommen, die dem Staat ihren Gehorsam geschworen haben und die Wirtschaft mit Eigeninitiative zum boomen bringen. Der kapitalistische Staat mißt seine Erziehungßtätte daran, wie sehr sie es schafft, die Leute auf ihre Rolle als Volk, als arbeitende Maße und auf die nicht zu hinterfragenden Grundsätze dieser Gesellschaft vorzubereiten. Keineswegs daran, wie gut die Menschen in dieser Rolle weg kommen. Beim auswendig lernen von Mathe und Informatik, Naturwißenschaften und Technik sollen wir verlernen, zu hinterfragen, ob es gut ist, zum Erfolg dieses Land beizutragen. Ein Reflektieren darauf, wobei wir da eigentlich mitmachen sollen, wenn wir "für das Arbeitsleben" lernen, sollen wir weder in der Schule noch in der Uni oder Hochschule und am besten nirgendwo lernen. So ist es für den Staat auch gar kein großes Problem, wenn sich immer weniger Lehrer*innen um immer mehr Schüler*innen kümmern müßen. Denn auch wenn weniger auf individuelle Probleme und Herausforderungen eingegangen werden kann, entspricht die Schule immer noch ihrem Zweck und wird günstiger.

Unser Flyer zum Anschauen:


und zum downloaden