Bremer Jugendliche rufen zu Aktionsmonat auf!

Bremen, 23.04.2014
Bündnis plant im Mai Aktionen für Selbstbestimmung von jungen Menschen.

"Wir wollen vom Kampftag der Arbeiter*innen, über die Mitte Mai neu aufflammenden europaweiten Geflüchteten Proteste bis zur Europawahl und darüber hinaus die Interessen junger Menschen in Bremen in den Vordergrund stellen!" formuliert Schülerin Maike Frese den Grundgedanken des Aktionsmonats. Unter dem Namen "Bremer Aktionsmonat Mai" haben sich Schüler*innen und Studierende aber auch junge Menschen, die ein FSJ leisten, zusammengeschlossen. Unterstützt werden sie unter anderem von den ASten der Hochschule und Uni, der Gesamtschüler*innenvertretung, Gewerkschaften und Parteijugenden. Aber auch die Besetzer*innen des Freizis Buntentor werden den Aktionsmonat tatkräftig begleiten.

Moritz Jerzembeck, Studierender an der Uni Bremen, führt die inhaltliche Ausrichtung aus: "Wir wollen in einer sozialen und offenen Welt leben und wir wollen die Mittel und Möglichkeiten haben, über unsere Zukunft und die Gesellschaft selbst zu bestimmen und unabhängig zu sein. Diese soziale und offene Gesellschaft steht im Widerspruch zu der Realität, die wir erleben. Wir erleben Rassismus und Sexismus, wir erleben, dass unsere Freund*innen abgeschoben werden. Gerade in Hochschulen und Schulen sehen wir immer wieder, dass Bildung und Zukunftsperspektive stark vom Elternhaus abhängen." FSJler Lukas Pukrop ergänzt: "Umwelt- und Kriegspolitik wird gegen uns gemacht. Wir jungen Menschen sind aber diejenigen, die in wenigen Jahren die Suppe auslöffeln müssen. Deshalb melden wir uns jetzt zu Wort und wehren uns! Wir kritisieren ganz grundsätzliche Probleme dieser Gesellschaft, wir wollen selbst organisiert über unsere Zukunft entscheiden. Was wir erleben, ist, dass wir bevormundet werden und die Antwort, die wir auf die Forderung nach mehr Partizipation ist ein Wahlrecht ab 16. Jetzt rufen wir nach mehr Autonomie und fangen an, unsere Ziele wahr werden zu lassen. Auch deshalb halten wir uns nicht an Bedingungen wie zum Beispiel die Schulpflicht und rufen zu Demonstrationen in der Schulzeit auf!

Forderungen an Politik oder Gesellschaft stellen die Jugendlichen nicht. An drei Wochenenden sollen in etlichen Workshops Forderungen und Grundgedanken formuliert werden. Daraus resultieren Forderungen, die auf einer Abschlussdemonstration am 27.5. verkündet werden sollen. Schülerin Frese erklärt diese Vorgehensweisen: "Unsere Kritik an der Gesellschaft schließt auch eine ständige Bevormundung von jungen Menschen ein, dieses Problem wollen wir aufbrechen und uns gemeinsam über unsere Forderungen verständigen. Jede*r soll sich einbringen dürfen."

Am Montag, 5. Mai wird es eine Auftaktveranstaltung geben. Ab 11.30 Uhr sind Schüler*innen, Auszubildende, Studierende und alle anderen, die als Jugendliche Verantwortung für ihre Zukunft übernehmen wollen, aufgerufen auf den Platz vor dem Überseemuseum zu kommen. Im Aufruf heißt es dazu: "Weil wir gemeinsam und spontan arbeiten wollen, laden wir euch zuerst ein zu einem Treffen, auf dem wir diskutieren und aktiv werden wollen." Jerzembeck sagt dazu: "Wir freuen uns auf viele Teilnehmer*innen, wir wollen einen bunten, sonnigen und konstruktiven Vormittag am Hauptbahnhof verbringen."

Im weiteren Verlauf des Aktionsmonats wird es Workshop – Wochenenden, Flashmobs, Konzerte und vieles mehr geben.

Informationen rund um den Aktionsmonat, die Termine, Hintergründe, Unterstützer*innen und mehr gibt es im Internet bei Facebook (www.facebook.com/AktionsmonatMai) oder auf www.schulstreik-bremen.de.

Für Rückfragen steht Ihnen der AK Presse des Aktionsmonat Mai gerne zur Verfügung:
Moritz Jerzembeck 0177/6751682, Studierender
Maike Frese 0157/70257290, Schülerin
Lukas Pukrop 0160/3743608, FSJler
bildungsbuendnis@bremen.de


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