english call below

Wir rufen auf zum Protestmonat Mai und zur Selbstorganisation!


Unsere Generation hat einen Anspruch auf eine Gesellschaft, die uns in einem guten Zustand weitergegeben wird. Wir wollen unsere Zukunft selbst gestalten, anstatt festgefahrene und aussichtslose Zustände übernehmen.

Wir wollen über unser direktes Lebensumfeld weitergehend als durch ein Wahlkreuz (mit-)entscheiden.

Wir wollen in einer sozialen und offenen Welt leben und wir wollen die Mittel und Möglichkeiten haben, über unsere Zukunft und die Gesellschaft selbst zu bestimmen und unabhängig zu sein. Diese soziale und offene Gesellschaft steht im Widerspruch zu der Realität, die wir erleben.

Wir wollen eine Gesellschaft, die nicht ausgrenzt und keine Grenzen zieht. Das betrifft sowohl Grenzen innerhalb der Gesellschaft, wie Rassismus, Sexismus und Homophobie, als auch Landes- und Kulturgrenzen, die heute noch kaum zu überwinden sind.

Wir wollen einen Zugang zu guter Bildung für alle Menschen. Unabhängig von ihrer Herkunft oder ihrem Elternhaus. Dafür braucht es auch ausreichend Geld und den politischen Willen für KiTas und Freizis, Schulen und Hochschulen. Es braucht die Ausfinanzierung der Sektoren Soziales, Bildung und Wissenschaft. Wir brauchen Bildung als Vorbereitung für unsere Zukunft. Wir wollen lernen, Menschen zu sein, und keine Arbeitskräfte.

Auch zum Umgang mit der Umwelt oder Schulden, zur Kriegspolitik und zu vielen anderen aktuellen politischen Themen haben wir einiges zu sagen.

Wir wollen uns selbst organisieren, das lernen, was wir wissen wollen, Spaß haben. Wir wollen junge Menschen sein, die ihr Leben in die Hand nehmen - im Zweifel auch gegen den Willen von Lehrenden, Politiker*innen und Bankenchef*innen.

Wir werden in Workshops und Plena unsere konkrete Kritik als Jugendliche und junge Leute sammeln, ausformulieren und uns überlegen, wie wir unsere Zukunft, unsere Welt, aussehen gestalten wollen. Wir werden dann unseren Protest bunt und laut auf die Straße tragen, damit wir gehört werden.
Die Umwelt wird genau so verwüstet sein, wie der Zusammenhalt der Menschen, wenn wir nicht als Jugend aufstehen und uns eine lebenswerte Welt erschaffen.

Lasst uns gemeinsam Verantwortung für die Gestaltung unserer Welt übernehmen!


Wir Fordern

Für ein Leben in Solidarität!
Kürzt uns nicht die Studienplätze weg!
Gegen ein Lernen und Leben in Konkurrenz!


+++ +++ Refugees? Welcome! +++ Grenzen? Überwinden! +++ Staaten? Überdenken! +++ Lieben? Wen du willst! +++ Selbstbestimmung? Her damit! +++ +++

Boykottiert mit uns Schule, Studium, Berufsausbildung oder Arbeit - Zeigen wir gemeinsam, dass wir das schöne Leben für Alle wollen! Seit Beginn des Monats formulieren wir gemeinsam, was in der Welt um uns herum schief läuft. Wir wollen nicht gegen unsere Freund*innen ausgespielt werden - nicht in der Schule und Uni, wo das Wettrennen um die besten Noten gepredigt wird. Auch nicht auf dem Arbeitsmarkt, wo wir immer besser, durchsetzungsfähiger, schneller, flexibler als alle Anderen sein sollen, damit man uns überhaupt eine Chance gibt. Wir wollen nicht, dass von uns selbst und unseren Träumen am Ende nichts mehr übrig ist, weil wir Anforderungen und Ansprüchen genügen sollen, bei denen wir selbst nie ein Wort mitzureden hatten. Lasst uns stattdessen für eine Welt aufstehen, in der wir nicht von Schule oder Arbeit in ein Korsett gepresst werden. Für eine Welt, in der wir unser Leben, Lernen und Lieben so gestalten, wie es zu unseren eigenen Persönlichkeiten passt. Die Welt, die wir uns wünschen, soll frei sein von Unterdrückung, Konkurrenz und Ausbeutung. Wir haben auch die Ausgrenzung satt - Ausgrenzung zum Beispiel aufgrund unserer Herkunft, an wen oder was wir glauben oder aufgrund dessen wer wir sein oder wen wir lieben wollen. Wir haben gemerkt, dass es viel zu häufig nicht um uns geht, wenn über uns entschieden wird. Viel zu oft sind wir nur (zukünftige) Arbeitskräfte oder die "Zukunft des Wirtschaftsstandortes Deutschland". Viel zu selten dürfen wir Menschen sein, Individuen mit ihren ganz persönlichen Bedürfnissen und dem Recht ernst genommen zu werden und unsere eigene Zukunft (mit)zubestimmen. Für ein selbstbestimmtes Leben und Lernen rufen wir euch deshalb auf zum Schul- und Unistreik, zur Demonstration am Vormittag des 27. Mai! Lasst uns zum Abschluss unseres Aktionsmonats laut, kreativ, und entschlossen auf die Straße gehen. Zusammen wollen wir an diesem Tag Bremen bunt werden lassen. Gegen diese graue Gesellschaft!


Bremer Aktionsmonat Mai

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We call out for a protest month in May and call for self-organization!


Our generation has the right to a society which is passed on to us in a good state. We want to shape our future ourselves without getting stuck in a deadlocked and hopeless situation.

We want to decide about and participate in our surroundings in much more ways than just putting a cross on the ballot.

We want to live in a social and open world and want to have the means and possibilities to decide about our future, to shape our society, and to live independently. Our vision of a social and open society conflicts with the reality we experience.

We want a society which doesn’t exclude, which doesn’t draw arbitrary borders. This concerns divisions in society as racism, sexism and homophobia, as well as state and culture boundaries which today are nearly insuperable.

We demand universal access to good education regardless of origin or parents. In order to achieve this we need sufficient financial support and political willingness to provide kindergartens, youth centers, schools and universities. We also need a complete and secure financial funding for social affairs, education, and science. Education is indispensable as a preparation for our future. We desire to learn to be humans not only labor force.

Furthermore, we have every reason to speak up about the environment or the debt, about military policies, and about many more recent issues in politics.

We are eager to organize ourselves, to learn what we wish to learn, to enjoy. We want to be young people who take matters into their own hands – if necessary also against the will of teachers and lecturers, politicians and bankers.

We as adolescents and young adults will collect, discuss and formulate in detail how we want to shape our future, our world. This will be done in workshops and plenary meetings. Afterwards we will bring our protest out into the open—it will be loud and colorful so that everybody will hear us. The environment will be devastated, just as the solidarity of humankind will be, if we don’t stand up and fight for a world worth living in!

Let’s take responsibility for shaping our world—together!

For living in solidarity!
Do not cut our university places !
Against living and learning in rivalry


+++ +++ Refugees? Welcome! +++ Borders? cross them! +++ States? &rethink it! +++ Love? Whoever you Want! +++ Autonomy? Let us take it! +++ +++

Boycott school, studying, your training institutions or job with us – Let's show together that we want to have a good life for everybody! Since the beginning of this month we have been phrasing together the things that go wrong in our world. We don't want be played off against our friends – neither in school nor in university, where the competition for the best grades is promoted. Same for the labour market where we have to be better, more competitive, faster, more flexible than all the others, just to get a chance. We don't want to lose ourselves and our dreams just because of the claims and demands that we have to conform to. Let's rise up for a world, in which we are not encased in rigid straitjacket. For a world, in which we can create our life, studying anf loving in a way that matches ourselves. The world we would like to live in should be free of oppression, competition and exploitation. We are also tired of exclusion – for example exclusion because of our origin, our belief or our identity and sexuality. We noticed that we are not accounted enough when decisions are made that concern us. Too often we are only the prospective work force or the „future of the industrial location Germany“. Usually we are not allowed to be humans, individuals with their own personal needs and the right to be taken seriously and to participate in relevant decisions. Therefore we call for school- and university-strike for self-determined life and studying. We call for the demonstration on 27.5. in the morning. Let's go out onto the streets loudly, creatively and resolutely. Together we want to make Bremen colorful against this grey society.